Wolga Flusskreuzfahrt

Wolga FlusskreuzfahrtMütterchen Wolga – so nennt man in Russland liebevoll den längsten Fluss Europas. Denn wie kein anderer Fluss ist er mit der Seele und der wechselvollen Geschichte Russlands verbunden. Die Wolga entspringt in den Hügeln des Waidagebietes und mündet nach 3530 km ins Kaspische Meer. Mit dem Wolga-Ostsee-Kanal wurde eine Verbindung an die Ostsee geschaffen. Über den Wolga-Don-Kanal und den Don kommt man bei Rostov zum Assowschen Meer und weiter ins Schwarze Meer.

Entsprechend führen die meisten Wolga-Kreuzfahrten von Moskau aus Richtung Norden nach St.Petersburg oder stromab bis Astrachan am Kaspischen Meer oder über den Wolga-Don-Kanal Richtung Rostov.

Nordroute der Wolga Kreuzfahrt

Die Einschiffung für die Nordroute ist in der Regel Moskau, das aber nicht an der Wolga, sondern an der Moskwa liegt. Nach einem Aufenthalt in Moskau mit Besuch des Roten Platzes, der Basilius Kathedrale oder des Puschkin Museums führt die erste Etappe der Flusskreuzfahrt über den Mokswa-Wolga Kanal von Moskau nach Uglitsch, deren Stadtgeschichte mehr als 1000 Jahre zurückreicht. Von Uglitsch geht es weiter nach Jaroslawl, ebenfalls eine der ältesten Städte des Russischen Reiches. Auf einer Stadtrundfahrt kann man die Christi-Verklärungs-Kathedrale und das Museum der Kunst kennen lernen. Weiter geht die Flusskreuzfahrt auf der Wolga zum Auferstehungskloster Kyrill – Beloserki von Goritsy und der Insel Kischi im Onegasee mit seinem UNESCO – Weltkulturerbe, den berühmten Holzkirchen. Mandrogi liegt auf einer kleinen Insel im Fluss Swir zwischen dem Onegasee und Ladogasee. Es ist ein kleines ehemaliges Fischerdorf, dessen Holzhäuser nach einem Großbrand wieder originalgetreu aufgebaut und als Museumsdorf den Besuchern zugänglich gemacht wurde. Ziel dieser Flusskreuzfaht ist St.Petersburg, wo man in 2 bis 3 Tagen bei einem Besuch der Eremitage und des Katharinenpalastes mit der Rekonstruktion des Bernsteinzimmers die Tour durch das zaristische Russland ausklingen lassen kann.

Flusskreuzfahrt auf der Wolga – Südroute

Noch mehr „russische Seele “ und Flussabenteuer auf Mütterchen Wolga verspricht die große Südroute von Moskau oder St.Petersburg aus Richtung Astrachan am Kaspischen Meer. Die Tour führt zunächst wieder nach Jaroslawl und von dort stromab über Pljos, einer der ältesten Flusssiedlungen am so genannten Goldenen Ring nach Kostroma. Dort mündet der gleichnamige Nebenfluss in die Wolga. Beeindruckend ist das geschlossene klassizistische Stadtbild, vor allem die Gebäude rund um den Sussanin-Platz. Nächste Station ist Nischnij Nowgorod, besser bekannt unter ihrem früheren Namen Gorki. Heute ist sie eine Millionenstadt, aber immer noch geprägt von den mehr als 750 Jahre alten Bauten im Stadtkern. Es folgt Kasan, das ehemalige Zentrum des Tartarenreiches, heute der Teilrepublik Tatarstan – der Nahtstelle im Russischen Riesenreich zwischen Abend- und Morgenland. Sehenswert ist vor allem der Kreml von Kasan und der Sujumbeketurm. Mit Samara ist dann die Hälfte der Flussstrecke erreicht. Die Industriestadt Samara hat außer ihrer Kathedrale und Theater wenig Sehenswertes zu bieten, idyllisch ist jedoch die Flusslandschaft am Zusammenfluss von Samara und Wolga. Weiter geht es nach Saratow, einer der größten Industriestädte und dem Kulturzentrum am Mittellauf der Wolga. Am Unterlauf schließlich liegt Wolgagrad, das mit zahlreichen Museen und Gedenkstätten an den erbitterten Kampf um Stalingrad im Zweiten Weltkrieg erinnert. Die Wolga biegt nun nach Südosten und führt an der weiten Steppenlandschaft vorbei bis Astrachan am Rande des Wolgadeltas.

Hier endet die Kreuzfahrt auf der Wolga oder die Fahrt führt wieder stromauf zurück bis kurz vor Wolgagrad, biegt in den Wolga-Don-Kanal Richtung Südwesten ab und führt über den Fluss Don nach Rostow. Dann sind es nur noch 46 Flusskilometer bis zum Assowschen Meer. Von dort aus kann man schließlich einige zusätzliche Tage auf der Krim und am Schwarzen Meer verbringen.