MS Mozart – Reisebericht

MS MozartSeit ich mit dem Schiff MS Mozart eine Flusskreuzfahrt unternommen habe, bin ich ein begeisterter Fan dieser Art Urlaub. Bisher verstand ich unter einer Kreuzfahrt immer eine Reise in die Karibik oder sonstige exotische Urlaubsländer. Als ich mit meiner Frau den Urlaub plante, stießen wir durch Zufall auf das Angebot einer Flusskreuzfahrt. Wir entschlossen uns spontan die Route Passau-Budapest-Passau zu wählen. Diese Fahrt auf der Donau ist mit 7 Tagen überschaubar. Nachdem wir in Bayern wohnen, war Passau als Ausgangsort ideal für uns. Im Internet konnten meine Frau Katja und ich uns einen ersten Überblick verschaffen, die Bilder der MS Mozart beeindruckten uns.

An Bord der MS Mozart

Wir staunten nicht schlecht, als wir das majestätische Schiff in Passau im Hafen sahen. Die MS Mozart bietet bereits von außen einen beeindruckenden Anblick. Mit 120 Meter ist sie so lang wie ein Fußballfeld und hat eine Breite von 22 m. In 100 Kabinen finden über 200 Passagiere genügend Platz, weit mehr als 50 Besatzungsmitglieder kümmern sich um das Wohl der Gäste. Das Schiff gehört zu den luxuriösesten Schiffen, die auf der Donau kreuzen. Auf den vier Decks fanden wir alles, was wir benötigten, um einen entspannten Urlaub zu genießen. Die Namen der Decks fand ich außergewöhnlich. Das Papageno-Sonnendeck, das Don-Giovanni-Deck, das Tamino-Deck und das Dorabella-Deck klingen in den Ohren wie Musik. Die Decks konnten nicht nur durch ihre wohlklingenden Namen überzeugen, auch die Ausstattung war einzigartig. Auf dem Sonnendeck ließen wir uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Für mich war es Erholung pur, die Aussicht von diesem Deck aus zu genießen und dann wieder in ein spannendes Buch einzutauchen. Das Don-Giovanni-Deck lockte mit einer Boutique, da fühlte sich meine Frau pudelwohl. Ich stöberte lieber in der Bibliothek und lieh mir Krimis aus. Dieses Deck lädt außerdem mit einem gemütlich eingerichteten Café Amadeus zum Verweilen ein, an der Don-Giovanni-Bar kann man in behaglicher Atmosphäre ein kühles Weizen trinken. Was meiner Bandscheibe sehr gut getan hat, war das frühmorgendliche Schwimmen im Innenschwimmbad, denn das habe ich jeden Morgen durchgezogen. Auf der MS-Mozart bin ich sogar zum Saunagänger geworden, meine Frau konnte ich dafür nicht begeistern, aber dafür hatte sie ja den Kosmetiker und den Friseur. Was wir zu zweit gemacht haben, war der Besuch beim Masseur. Insgesamt betrachtet muss ich sagen, dass ich in dieser Woche einfach komplett abschalten konnte.

Verpflegung an Bord

Mehrere Köche sorgten für köstliche Speisen. Meine Frau hat eine Glutenallergie und befürchtete schon, dass sie deswegen Probleme bekommen könnte. Aber das war halb so wild. Die Köche waren superfreundlich und sind auf unsere Wünsche eingegangen und kochten für meine Frau eine Extrakost. Das empfand ich als tollen Service. Mir hat es übrigens auch klasse geschmeckt und das, obwohl ich recht heikel bin. Das Frühstück ließ keine Wünsche offen, kein Wunder, das Brot und die Brötchen wurden an Bord frisch gebacken.

Unterhaltung und Service auf dem Kreuzfahrtschiff MS Mozart


Während der Schifffahrt gab es regelmäßige Vorträge zu den bereisten Regionen, außerdem konnte man abends in der Lounge bei flotter Musik das Tanzbein schwingen. Nachmittags wurden wir beim Kaffee mit Klaviermusik unterhalten.

Die Angestellten an Bord der MS Mozart gaben sich viel Mühe mit den Gästen. Obwohl es ein paar wenige an Bord gegeben hat, die wegen allem rumgenörgelt haben, blieben die Angestellten äußerst freundlich und zuvorkommend. Zum Service zählt für mich auch die Kabine, denn dort verbringt man ja doch einige Stunden. Und ich muss sagen, ich fühlte mich sehr wohl, die Kabine entpuppte sich geräumiger als gedacht. Neben einem großen Bett konnte man es sich auf einem kleinen Sofa bequem machen. Sogar ein Schreibtisch und ein Stuhl passten hinein, ohne dass man Platzangst bekam. Vor allem die Sauberkeit muss ich hervorheben, die Reinigungskräfte machten ihre Arbeit ausgezeichnet und verdienten sich ihr Trinkgeld wirklich.

Selbstverständlich hatten wir Dusche und WC, außerdem Sat/TV, Radio, Telefon und Minibar. Das Fernsehen nutzen wir allerdings kaum, dazu unternahmen wir zu viel.

Ausflüge während der Flusskreuzfahrt

Das Angebot der Ausflüge haben wir gerne angenommen. Den ersten Stopp legten wir in Melk in Österreich ein und besuchten den Benediktinerstift, danach spazierten wir durch den Stiftsgarten. Interessant fand ich die Stadt Budapest, die meine Frau und ich bei einer Stadtrundfahrt ausführlich kennen gelernt haben. Danach brauchten wir aber eine Pause und ließen den Ausflug am nächsten Tag in Bratislava ausfallen und vergnügten uns lieber an Bord. Aber Wien ließen wir uns nicht entgehen. Nach einer Stadtrundfahrt zogen wir auf eigene Faust los und schlenderten durch Wien. Am Abend wurde eine Nachtrundfahrt angeboten, die atemberaubend war. Am vorletzten Tag machten wir Station in Krems (Österreich), wo eine Weinprobe den Höhepunkt darstellte. Als wir wieder in Passau ankamen, waren meine Frau und ich uns einig, dass wir solch eine Flusskreuzfahrt gerne wiederholen würden.

Fazit:
Die Fahrt mit der MS Mozart war meine erste längere Schiffsreise. Sie hat mir (und meiner Frau) so gut gefallen, dass wir bereits für nächstes Jahr eine neue Fahrt planen.

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