MS Arkona

MS Arkona KreuzfahrtFans der populären deutschen Serie „Das Traumschiff“ erkennen sie auf dem ersten Blick, denn sie ist wohl das berühmteste Kreuzfahrtschiff der Nation: Die Astoria, die auch als Arkona bekannt ist. Im neuen Jahrzehnt soll sie restauriert werden und in alter Schönheit wieder die Erde umfahren.

Es war der 24. November 1981 als sie zu ihrer Jungfernfahrt aufbrach, nachdem sie ein Jahr zuvor am am 16. Dezember 1980 getauft worden war. Die Arkona, die bis Mitte der 1980er unter dem Namen Astoria betrieben wurde, war von 1983 bis 1984 „Das Traumschiff“ und neben den Hauptakteuren der heimliche Star der deutschen Erfolgsserie. Mit einer Länge von fast 165 Metern und einer Breite von 22 Metern lud sie dabei über 600 Menschen dazu ein, die Welt mit ihr zu umreisen. Ursprünglich gebaut wurde von der Howaldtswerken-Deutsche Werft AG unter dem Namen Hammonia für die HADAG Cruises Line AG. Die HADAG AG, die in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten war, musste die Astoria aber im Oktober 1983 um sich vor dem Konkurs zu retten an die Reederei South African Marine Corp. Ltd. in Kapstadt verkaufen. Diese wiederum bauten die Astoria um und modernisierten sie, so dass sie statt wie ursprünglich mehr als 630 Reisenden nun hundert Passagieren weniger Platz bieten konnte.

Seereisen auf der MS Arkona


Am ersten April 1984 lief sie dann nach den Umbauarbeiten erneut aus und machte sich auf den Weg nach Südafrika. Ein Jahr später wurde sie wieder verkauft und gehörte dann dem FDGB. Denn am 29. August 1985 wurde die Astoria dann von der Seereederei Rostock gekauft und weiter betrieben. So erhielt sie ihren neuen Namen Arkona und fungierte als Ferienschiff des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) der ehemaligen DDR.

Sie ersetzte dabei das Passagierschiff „Völkerfreundschaft„, die ehemalige Stockholm, das in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts gebaut und von der FDGB im Jahre 1960 erstanden worden war. Auf der Arkona unternahmen dann DDR-Bürger Reisen an die Ostsee und nach Kuba, wobei sie aber weiterhin hauptsächlich an westliche Reiseveranstalter verchartert wurde, da der finanzielle Rahmen einen komplett selbstständigen Betrieb durch die FDBG nicht ermöglichte. Nach der Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR im Jahre 1990 fuhr sie dann wieder erstmals unter deutscher Flagge. Im Jahre 2002 erhielt sie ihren alten Namen Astoria zurück.

Im Laufe der Jahre wechselte „das Traumschiff“ mehrmals ihren Besitzer und ihre Namen, aber ihren Charme hat sie nicht verloren. Begeisterte Reisende, die eine Kreuzfahrt mit ihr machten, schwärmen von einem exzellenten Service und das bisschen Nostalgie, das man hier und da im Leben braucht. Denn wer es etwas traditioneller mag und seinen Urlaub in einem kleineren Kreise auf See verbringen möchte, für den ist sie definitiv die richtige Alternative.

Derzeit befindet sich die Astoria noch in einer Werft in Barcelona und wartet darauf, nach ihrem Umbau wieder „das Traumschiff“ zu werden. Wer daher in naher Zukunft plant, eine Kreuzfahrt zu unternehmen, der sollte vor Reiseantritt auf jeden Fall mit dem Gedanken spielen, diesen auf der ehemaligen Arkona zu verbringen. Unter ihrem neuen Eigner Saga Cruiser soll sie nämlich ab Frühjahr 2010 unter ihrem neuen Namen Saga Pearl II wieder zum träumen und reisen einladen. Zum Preis einer Kreuzfahrt auf dem Kultschiff äußern Fans sich selbstsicher: Qualität hat nunmal ihren Preis. Wer nicht warten mag und mehr erfahren möchte, dem sei das Buch „Astoria- Eine deutsche Geschichte“ von Klaus Bröking empfohlen. Für Fans und Nostalgiker sicherlich das richtige Buch, um die Zeit bis zum Frühjahr rumzukriegen.

(c) Foto Rolf Richter

2 Antworten

  1. 15. Juni 2013

    […] wir uns nicht entgehen lassen, die letzte Fahrt mit dem Schiff aus der TV-Serie Traumschiff als MS Arkona. Wir hatten es noch so eben geschafft für mich und meine Frau Tickets zu bekommen. Die […]

  2. 15. Juni 2013

    […] der MS Arkona sollte es von Kiel aus losgehen. Sie war noch ein richtiges traditionelles Kreuzfahrtschiff, das […]