MS Arkona Reisebericht Norwegen Fjorde

ms arkona norwegenEinmal im Leben die norwegischen Fjorde sehen und erleben, das war unser Traum. So viele Bilder hatten wir schon gesehen und so viele Erzählungen hatten wir schon gehört, daher konnten wir es kaum abwarten unseren Traum endlich zu erfüllen.

Mit der MS Arkona sollte es von Kiel aus losgehen. Sie war noch ein richtiges traditionelles Kreuzfahrtschiff, das den Ansprüchen deutscher Kreuzfahrer in allen Breichen gewachsen war. Rund 240 größtenteils deutschsprachige Besatzungsmitglieder kümmern sich rund um die Uhr um höchstens 500 Passagiere. Ein erstklassiger Service durch die persönliche Betreuung an Bord.

Sei es die Kabinenstewardess, die Stewards im Restaurant oder auch die Kreuzfahrtleitung. Um uns schon einen Plan zu machen, was wir an den Seetagen zwischen den einzelnen Stationen unternehmen könnten, machten wir erst mal einen Rundgang. Da war unter anderem die ruhige Galerie auf dem Promenadendeck, die zum Verweilen einlud genauso wie die Warnow Bar. Im Salon Neptun wurde die Abendunterhaltung mit Band geboten. Etwas negatives hatte das Ganze doch noch, die Kabinen waren zwar hell und freundlich ausgestattet, aber die Schallisolierung hätte etwas besser sein können.

Reisebginn mit der MS Arkona


Die Fahrt begann mit am späten Nachmittag in Kiel und nach der ersten Nacht folgte ein Seetag. Gut das wir uns schon zur Unterhaltung was vorgeplant hatten. Der erste Stop war Hellesylt in Norwegen. Hier hatten wir nur einen sehr kurzen Aufenthalt, so dass sich ein Landausflug nicht gelohnt hätte. Weiter ging es nach Geiranger. Einer der schönsten Fjorde Norwegens ist zweifelsohne der Geirangerfjord. Zahlreiche Wasserfälle und aufragende Berghänge

Sind charakteristisch für die wunderschöne Gegend.

Gegen Abend legte die MS Arkona wieder ab und es folgte wieder ein Seetag.

Früh am morgen legten wir auf der Insel Troms an. Der Ort Tromso gilt als Ausgangspunkt für Forschungsreisen in den Norden und ist deshalb bekannt geworden. Hier machten wir zuerst eine Stadtrundfahrt. Danach eine weitere Fahrt zur Insel der Wale. Auf dieser Insel lebt eine Familie mit drei Kindern und sage und schreibe 130 Alaska-Huskies. Das war natürlich was für meine Frau, die ein begeisterter Hundfan ist.

Deshalb hörte sie sich auch den Diavortrag über die Hunderennen ganz genau an. Zurück in Tromso haben wir noch das Polarmuseum besucht und anschließend einen kleinen Einkaufsbummel gestartet.

Nach einem wiederholten Tag auf See kamen wir in Spitzberg an. Zuerst sahen wir das Magdalenenfjord, fuhren dann nach Ny Alesund und zum Schluss nach Longvearbven. Gegen Mittag verließen wir diese Gegend und legten gegen Abend in Honningsvag am Nordkap an. Leider zu spät für einen Landausflug. Deshalb genossen wir den Abend an Bord und legten uns frühzeitig schlafen.

Den nächste Morgen starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück und gingen dann an Land. Ein Besuch des Nordkaps sollte jeder einmal erlebt haben. Gut ausgerüstet und in warme Sachen gepackt machten wir uns mit dem Bus zum nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes dem Nordkap auf. Hier pfiff ein verdammt eisiger Wind um die Ohren. Aber der Anblick der Mitternachtssonne entschädigte alles. Die Nordkap-Halle bietet eine herrliche Panoramasicht und in der Cafeteria haben wir uns dann erst mal aufgetaut bevor es wieder zum Schiff ging.

Reisen und Urlaub auf Traumschiffen

In Hammerfest legten wir nur einen halben Tag an und auch der nächste Tag war wieder ein Tag auf See. Daher beschlossen wir erst gar nicht in hammerfest an Land zu gehen und auf dem Schiff zu bleiben. Dafür gingen wir in Molde, dem nächsten Anlaufpunkt, an Land und unternahmen eine Busfahrt bergauf nach Varden, von wo aus wir eine fantastische Sicht auf den Romsdalsfjord hatten. Durch den Reknes Park ging es im Zick-Zack wieder bergab, am Kulturhaus vorbei, in die Stadt zum Kai. Pünktlich zum Mittagessen an Bord. Das Schiff legte während des Essens ab und fuhr in Richtung Andalsnes, wo wir am darauffolgenden Tag nachmittags ankamen. Wir ließen es uns nicht nehmen die berühmte Steilwand zu besichtigen. Dieses Trollwand-Massiv ist die mit 1000 m höchste überhängende Steilwand in dieser Art. Nach einer weiteren Nacht auf See legten wir in Bergen in Norwegen an.
Bergen war Residenzstadt der norwegischen Könige und als Hafenstadt Schauplatz vieler historischer Ereignisse. Mit dem Reisebus fuhren wir durch die Vororte und das Stadtzentrum. Der Reiseleiter führte uns durch die Gassen vorbei an ehemaligen Kaufmannshöfen, die auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes stehen, Geschäften, Restaurants, Kaffeestuben und Künstlerateliers. Uns blieb noch etwas Zeit für einen kleinen Snack bevor wir wieder zum Schiff zurück gingen. Jetzt blieben uns nur noch ein letzter Abend und eine Nacht auf See bevor wir wieder am anderen Morgen in Kiel ankamen.

Noch ganz überwältigt von unseren Erlebnissen verbrachten wir den Tag mit Bekannten, bei denen wir übernachtet hatten, in Kiel und sind dann ausgeruht mit dem Auto nach Hause gefahren. Die Schiffsreise hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Die Fjorde waren es wert. So was bekommt man nicht alle Tage zusehen. Ganz zu schweigen von der Mitternachtssonne am Nordkap.

© Rolf Richter

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