Finnland Kreuzfahrten

kreuzfahrt finnlandMein 18. Geburtstag war der schönste. Meine Eltern hatten mich doch tatsächlich mit 2 Tickets für eine Kreuzfahrt nach Finnland überrascht. Natürlich nahm ich meine beste Freundin mit. Ich konnte es kaum abwarten die Kreuzfahrt anzutreten. 3 Tage nach meinem Geburtstag ging es dann los.

Meine Eltern fuhren uns nach Warnmünde bei Rostock. Dort betraten wir das Schiff. Nach dem Check-In gingen wir erstmal zu unsere Kabine. Es war alles in einem wunderschönen hellblau gestrichen und wir hatten ausreichend Platz. Dann gingen wir auf Erkundungstour. Das Schiff war so riesig, dass man sich die ersten zwei Tage manchmal verlief. Doch zum Glück gab es ja die Taschen-Deckpläne!

Den ersten Abend verbrachten wir im Restaurant des Schiffes. Das Essen war sehr vorzüglich und auch der Wein war wirklich lecker. Im gemütlichen Saal nebenan fand nach der Mahlzeit ein Theaterstück statt. Wir zogen uns in unsere Kabinen zurück und schliefen erst mal.

Der zweite Tag war ein Seetag. Wir entspannten uns von der langen Anreise mit dem Auto. Nach dem Frühstück ging es zur verpflichtenden Seenotrettungsübung, doch es war alles nur halb so schlimm.

Kreuzfahrt Zwischenstop Tallinn in Estland


Am dritten Tag legten wir in Tallinn an. Tallinn ist Estlands Hauptstadt und hier hatten uns schon meine Eltern zu einer Rad-Tour geraten. Diese wird speziell  vom Teensclub für die Jugendlichen angeboten und ist relativ günstig. Wir also in Tallinn mit dem Fahrrad unterwegs. Dicke Margarethe, so heißt ein Festungsturm, in dem ein Meeresmuseum integriert ist. Da es in der Altstadt die meisten Sehenswürdigkeiten gibt radelten wir natürlich auch dort hin. Wie sollte es anders sein, die Straßen waren mit einem alten unebenen Kopfsteinpflaster ausgelegt. Das machte das Radeln nicht gerade angenehm. Also schoben wir die Räder über diese Straßen und sahen uns das alte Viertel mit den Holzhäusern und dem Burgberg.

Der nächste Anlaufpunkt am nächsten Tag hieß St. Petersburg. Da unser Luxusliner zu groß für das Anlegen im Hafen in der Stadtmitte war, legte das Schiff außerhalb, besser gesagt im Industriehafen an. Der Kontrast zwischen dem strahlend weißen Luxusliner und dem himmelblauen Wasser war traumhaft schön. Wir waren sehr neugierig und wollten die Stadt erkunden. Tja, meine Eltern hatten an alles gedacht, denn zum Verlassen des Schiffes brauchten wir für die Zeit des Landausfluges hier ein Visum.

Durch eine sehr freundliche russische Reisebegleiterin, der ausgebrochen gut deutsch konnte, erfuhren wir so einige Insider-Informationen. Zuerst gingen wir zur Isaaks-Kathedrale, deren Kuppeln reich mit Gold verziert sind. Kleinere Kreuzfahrtschiffe warteten schon im Newa-Hafen in der Stadtmitte für eine kleine Flussreise. Danach ging es zur Peter-Paul-Festung, welche vom Gefängnis und einer Münzprägeanstalt umgeben ist. Zum Schluß haben wir auch noch den Panzerkreuzer Aurora gesehen. Anschließend ging es wieder zurück zum Schiff. Schade, wir hätten gerne noch den Katharinenpalast gesehen.

Seereise nach Helsinki – Reisen und Urlaub in Finnland

Der Hafen am sechsten Tag war Helsinki. Mit dem Shuttle-Service gings nach einem ausgiebigen Frühstück als erstes zu Stockmann, dem größten Kaufhaus in Skandinavien. Nur fünf Gehminuten entfernt liegt der Marktplatz. Dort gab es zahlreiche Stände mit schönem Porzellan, Töpfereien und jede Menge Souvenirs. An den Obst- und Gemüseständen sehen die angebotenen Früchte aus als wären sie geputzt oder gemalt. Natürlich interessierten uns die Stände mit den Klamotten am meisten. Wir kauften uns jeder ein Paschmina Tuch, die bei uns in Deutschland recht teuer sind. Überhaupt waren hier viele Sachen günstiger in St. Petersburg. Die Uspenski-Kathedrale und der weiße Dom am Senatsplatz sind einen Abstecher wert. Gut das wir uns beim Frühstück schon die Bäuche voll geschlagen hatten, denn die Preise für Essen und Trinken in Helsinki, sowie generell in Skandinavien sind sehr hoch. Außer Fisch natürlich, aber das ist nicht so unser Ding.

Die Einfahrt in den Hafen von Stockholm am nächsten Tag war wirklich sehenswert und interessant. Wir erfuhren das die Durchfahrt durch die Schären eine der anspruchsvollsten Manöver der Seefahrt ist.

Stockholm – Urlaub und Ferien erleben

Zuerst zu Fuß machten wir uns auf den Weg um Stockholm zu erkunden. Mit einem sogenannten Wattentaxi fuhren wir zum Vasa-Museum. Hier ist das schwedische Kriegsschiff Vasa ausgestellt. Irgendwie haben die damals Mist gebaut, denn direkt nach dem Verlassen der Bauwerft versank es im Hafen. Jahre später hat man das Holzschiff  komplett erhalten wieder bergen können. Weiter gings zum größten Königspalast der Welt, der Palast von Königin Silvia. Hier war Haltepunkt der Wattentaxis. Gut das wir uns vorher schon schwedische Kronen eingewechselt hatten.

Denn nur damit konnten wir den Eintritt in den Palast bezahlen. Abends, als wir wieder auf dem Schiff waren empfahl uns beim Abendessen ein Passagier, das Schiff doch mal zur späteren Stunde, wenn es draußen dunkel ist, zu verlassen. Da das Schiff die kommende Nacht eh im Hafen blieb, gingen wir dann später von Bord. Es hat sich wirklich gelohnt. Der Anblick des Schiffes mit seiner tollen Beleuchtung hat sich gelohnt.

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir wieder komplett auf See.

Unser nächster Hafen war Gdynia bei Danzig. Auf dem Hafengelände, stehen viele Taxen. Wir hatten den Trick raus. Bei den meisten Taxifahrer  muss man um den Preis handelt, sonst bezahlt man überteuerte Fahrpreise. Der Markt hier in Gydnia war mal wieder faszinierend für uns. Überall fanden wir Kleidungs- und Schmuckstücke zu günstigen Preisen. Für Souvenirs lohnt sich der Besuch des Marktes in Danzig. Er ist traditioneller und hat sehr viele Bernsteinhändler. Für Bernseinliebhaber lohnt sich ein Besuch der Galeriea Patryk. Hier wird dem Besucher gezeigt, wie der Bernstein zu Schmuck verarbeitet wird. Ein paar Gehminuten weiter kann man den Turm der Marienkirche besteigen.

Die letzte Nacht auf dem Schiff. Im Restaurant haben wir uns noch mal richtig schön verwöhnen lassen, bevor wir zu Bett gingen. Am nächsten Tag hieß es in Warnemünde Abschiednehmen. 10 erlebnisreiche Tage haben wir hinter uns und wissen jetzt schon, das wir solch eine Reise irgendwann wiederholen.

© Nici Heuke – Fotolia.com

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